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{ Archiv nach Kategorie } Wissenschaftskritik

Kritik von Wissenschaft und fremden Wissenschaftstheorien

Einheit der Wissenschaften und Monokultur

Die Wissenschaft leidet bereits unter kultureller Armut innerhalb bestimmter Fachbereiche: Einige Disziplinen gehen mit einem Menschenschlag einher, alle, die sie betreiben, teilen Vorurteile und Wünsche, manchmal gar politische Ausrichtung. Die Phantasie ist innerhalb manchen Disziplinen so uniform, das man sie von den Fachkenntnissen nicht mehr trennen kann. Angesichts der aktuellen Lage können Bemühungen für die [...]

Einheit der Wissenschaften nach Wilson

Edward O. Wilson sucht in der soeben erwähnten Vorlesung nach einer Brücke zwischen Geistes- und Naturwissenschaften. Der amerikanische Biologe strebt nach der Einheit der Wissenschaften, siehe dazu sein Buch Die Einheit des Wissens (Goldmann Verlag, München, 2000).
Seine Suche nach der Einheit, die ich natürlich begrüße, kommt mir in der Ausführung als unzureichend vor. Wilson glaubt, [...]

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Die Physik in der Sackgasse?

Wolfgang Neundorf setzt sich in der Website Die Physik in der Sackgasse? kritisch mit der Physik auseinander. In der Zwischenbilanz drückt er ein Unbehagen aus: die Autorität soll schon wieder in der Physik herrschen, die Wissenschaft soll zu reiner Glaubenssache verkommen, die Aufklärung vernichtet worden sein. Es ist offensichtlich, dass der Autor sich viel mehr [...]

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Schnittstellen und Flickenteppiche

Schnittstellen sind eine kurzfristige Lösung, deren Bedarf aber ist das Symptom eines tieferen Problems. In der heutigen Softwarelandschaft müssen viele Schnittstellen programmiert werden und man vermisst viel Funktionalität, die fehlt, weil die dafür notwendigen Schnittstellen nicht zur Verfügung stehen. Die aktuelle Software wirkt wie ein Flickenteppich, sogar innerhalb eines einzigen Softwaresystems. In der Wissenschaft [...]

Wissenschaftstehorie: Paradigmabegriff vs. Korpusbegriff

Der Begriff des Paradigma taugt nur als Beobachtung über geschehene Entwicklungen in der Wissenschaftsgeschichte, überhaupt nichts jedoch für eine Wissenschaftstheorie, die die künftige Wissenschaft zu regeln versucht. Was kann Kuhn dem heutigen Wissenschaftler sagen? Nichts, was ihm dabei helfen würde, besser zu arbeiten. Ganz anderes ist es bei unserem theoretischen Ansatz der korpus-orientierten Wissenschaft. Wir [...]

Paradigmenwechsel nach Kuhn

Auf dem Begriff des Paradigmen basierend lässt sich keine theoretisch saubere, feste Wissenschaftstheorie aufbauen. Dieser Begriff widersetzt sich jeder Spezifikation und muss immer ungenau, abstrakt, schwankend bleiben. Der Fehlgriff Kuhns war hier, sich auf das zu verlassen, was der Wissenschaftler “denkt”. Zweifellos gibt es eine gewisse Trägkeit in der Mentalität und den Erwartungen, das [...]

Mangelnde Aufnahmefähigkeit

Die gegenwärtige Wissenschaft hat große Schwierigkeiten, neue Ideen aufzunehmen. Neue Ansätze können nicht innerhalb der Wissenschaft wachsen, sondern sie werden vergessen, oder nur anekdotenhaft wahrgenommen, oder aber werden sie mit der Zeit zu eigenständigen Schulen mit Eigendynamik. Was ist beispielsweise aus dem Strukturalismus geworden? Die Entdeckung, dass nur die Struktur wissenschaftlich zu erfassen ist, im [...]

Unfähigkeit zur Reflexion

Das größte Problem der gegenwärtigen Wissenschaft ist keins der Einzelprobleme, wie groß auch immer einige Einzelprobleme wie etwa die Parzellierung des Wissens oder der Verständlichkeitsverlust der Fachsprachen oder der Mangel an Konsistenz im Ganzen sind. Das Grundproblem, das man unbedingt angehen soll, wenn die Wissenschaft überhaupt eine nennenswerte Strukturverbesserung erfahren soll, ist meines Erachtens die [...]

Natur- und Geisteswissenschaften

Es ist ein großer Irrtum, die Natur- und die Geisteswissenschaften für zwei grundsätzlich verschiedene Angelegenheiten zu halten. Man glaubt zu erkennen, dass die Natur oder die Materie etwas Grundverschiedenes vom Geist oder der Geschichte ist, und glaubt deshalb zum Schluß kommen zu können, dass die erste eine strenge, systematische Wissenschaft zulässt, während die zweite nur intuitiv und [...]

Spenglers historische Auffassung der Mathematik

Die historische Ansicht über die Mathematik, die Spengler im Untergang des Abendlandes liefert, ist einleuchtend und aufregend. Er behandelt diese Wissenschaft unter einem kulturellen Gesichtspunkt und vergleicht ihre historischen Gestalten mit der jeweils zeitgenössischen bildenden Kunst, Musik, Religion, Architektur usw.
Zum erwähnten Zitat über das Wesen der Mathematik möchten wir nun drei kritische Anmerkungen tun.
Die Mathematik [...]

Bacon und die Sammlung von Fällen

Francis Bacon schlägt im Neuen Organon (1620) vor, in der Wissenschaft Listen und Tafeln von beobachteten Fällen zu sammeln, um darauf die Theorien aufzubauen. Der Vorschlag gilt heute immer noch, oder besser, heute mehr denn je. Nicht so sehr, weil das eine Methode wäre, neue Theorien herauszufinden, sondern vielmehr, weil dies die Möglichkeit ergäbe, die [...]

Wissenschaft und Wahrheit

Obwohl jeder Wissenschaftler einsieht, dass die Wissenschaft sich nur um die Wahrheit bemüht, sie aber nicht schon hat, zeichnet sich die Wissenschaft im Ganzen durch einen leichtfertigen Umgang mit dieser Frage aus. Man bekennt zwar formal, man kenne die Wahrheit nicht, man tut aber alles so, als ob man sie kennen würde. Wir halten an [...]