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{ Archiv nach Kategorie } Informatiktheorie

Zur textbasierten Software

Was ein Rechner ist

Das Wesen der Computer besteht in der maschinellen Verarbeitung von Texten. Auf unterster Ebene besteht ein Rechner aus Schaltkreisen, d.h. physischen Einheiten, die elektrische Signale symbolisch — nicht analogisch — verarbeiten. Sie verarbeiten symbolische Geflechte, also Texte. Auf oberster Ebene dient eine Computeranlage dazu, Texte aufzubauen und zu verarbeiten. So besteht beispielsweise die Datenbank einer [...]

Textorientierung und ihre Vorgänger

Die Textorientierung in der Software bringt viele bereits existierenden sehr erfolgreichen Ansätze wie etwa die Makroausdrücke, die Umschreibung und die Präprozessoren zur Vollkommenheit. Diese werden jeweils nur in begrenzten Bereichen eingesetzt und zu einem bestimmten Zweck. Die Textorientierung hingegen ist ein einziges Prinzip, das überall eingesetzt werden kann. Der grundsätzliche Unterschied zwischen beiden ist, dass [...]

Der Text, mehr als bloßes Paradigma

Der Text als Paradigma der Softwareentwicklung ist nicht neben den anderen existierenden Paradigmen zu setzen, sondern darunter, weil von grundlegender Natur. Die anderen Ansätze stellen Werkzeuge und einen begrifflichen Rahmen für den Softwarebau zur Verfügung, als Text lässt sich hingegen jede existierende Software auf natürlicher, unvoreingenommener Weise analysieren. So reduzieren die funktionalen Programmiersprachen Software auf [...]

Textorientiertes Speicherwerk

Die aktuellen Dateisysteme bestehen aus einer Baumstruktur von Namen und ordnen jedem Eintrag einen Speicherraum zu. Die Grenze der Datei ist die Grenze des Betriebssystems; von dem, was in der Datei steht, weiß das Betriebssystem nichts, es ist Sache der einzelnen Programme.
Der textorientierte Ansatz macht das Betriebssystem für den Text verantwortlich. Für den ganzen Text. [...]

Die nächste Softwarelandschaft

Mit der Textorientierung wird eine neue Softwarelandschaft entstehen. Die aktuelle Software zeichnet sich durch absolute Text-Ahnungslosigkeit aus. Wollen wir eine Liste ausarbeiten? So setzen wir ein Kalkulationsblatt ein. Wollen wir aber eine Schrift verfassen, so entscheiden wir uns für ein Textverarbeitungsprogramm. Haben wir andererseits gut strukturierte Daten, speichern wir sie in eine relationale Datenbank ab. [...]

Programmiersprache als Textinstrument

So wie ein Musikinstument dazu da ist, Musik hervorzubringen, dient auch eine Programmiersprache dazu, Texte her zu stellen. Der Computer wird durch Text gesteuert. Mit Programmiersprachen lassen sich Texte bilden, warten und weiterentwickeln, die viel komplexer sind, als das, was der Mensch ohne Sprache (knotenweise) zustande bringen und kontrollieren könnte.
Doch das Feld der Programmiersprachen ist [...]

Das textorientierte Paradigma

Das textorientierte Paradigma ist die Auffassung von Software, die sich ergibt, wenn man bedenkt, dass der Quellcode Text ist. Der Schritt nach vorne tut man, wenn man den Quellcode nicht als Implementierung, sondern als Spezifikation ansieht. Bisher hat man die Programmiersprachen nur als Implementationssprachen gedacht. Die Listen werden in LISP immer gleich implementiert, die Objekte [...]

The next big thing in Sachen Programmiersprachen

Alle bisherigen Modellierungs- wie Programmiersprachen leiden unter demselben mangelhaften Verständnis dessen, was überhaupt eine Sprache ist, und erhalten dadurch seine endgültigen Grenzen. Ein gewaltiger Schritt nach Vorne wird man dann machen, wenn man eine Programmiersprache entwickelt, in der nicht der Inhalt (die maschinelle Übersetzung, die Implementierung), sondern der Text (die Beschreibung, die Spezifikation) im Vordergrund [...]

Spezifikation und Implementation

Das Desiderat der Informatik, Spezifikation und Implementation grundsätzlich zu trennen, bleibt heute der Erfüllung so weit entfernt wie in den siebzigern Jahren, als es theoretisch mit aller Deutlichkeit postuliert wurde.
Die Programmiersprachen bis heute —werden sie auch als “deklarativ” bezeichnet— stellen bloß Implementationssprachen dar. So gibt es eine relationale Abfragesprache wie SQL, aber damit lässt sich [...]

Vergleich Text / aktueller Software

Die aktuelle Software basiert viel auf dem Text, allerdings versteht sie den Text als eine bloße Zeichenkette. Unser Textbegriff, der den Text in seinem symbolischen Gehalt auffasst, bezieht viele Aspekte, die für die aktuelle Informatik verschiedene Erscheinungen sind, als Text mitein. Es ergibt sich dadurch nicht nur eine Verbesserung der Leistung in diesen Bereichen, sondern [...]

Grenze der Software

Was kann die Software erreichen und was nicht? Die Software kann grundsätzlich alles, was logisch ist, umsetzen, und nur das, was logisch ist. Dass Informationen und Prozesse linguistisch vollständig beschrieben werden können (d. h. ohne Rückgriff auf Analogien, Auslassungen, usw.) ist hinreichende und notwendige Bedingung dafür, dass sie programmiert werden können.

Text und Kodierung

Die Unterscheidung zwischen Symbol und Kodierung lässt sich verallgemeinern als Unterscheidung zwischen Text und Kodierung. Mit Text bezeichnen wir das symbolische Gebilde, den symbolischen Ausdruck, der einen Zusammenhang zwischen Symbolen darstellt. Ein und derselbe Text lässt sich auf vielerlei Weise wiedergeben, erstens indem man die Benennungen ändert, ferner aber überhaupt indem man eine andere Sprache [...]