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Vergleich Text / aktueller Software

Die aktuelle Software basiert viel auf dem Text, allerdings versteht sie den Text als eine bloße Zeichenkette. Unser Textbegriff, der den Text in seinem symbolischen Gehalt auffasst, bezieht viele Aspekte, die für die aktuelle Informatik verschiedene Erscheinungen sind, als Text mitein. Es ergibt sich dadurch nicht nur eine Verbesserung der Leistung in diesen Bereichen, sondern eine größere Integration zwischen ihnen.

In der Gegenwart gibt es “Datenbanken”, die mit stark strukturierten Daten arbeiten, “Textverarbeitungsprogramme”, die mit unanalysierten Zeichenketten arbeiten, und “Kalkulationstabellen”, die mit Listen arbeiten. Dies alles lässt sich mit unserem Textbegriff als einen Text abbilden. Eine Software, die unseren Text unterstützen würde, würde nicht nur mit all diesen Strukturen umgehen können, sondern auch mit allen seinen Kombinationen, mit Texten, die teilweise sehr stark und teilweise gar nicht strukturiert sind.

Die herkömmlichen Makros (Zeichenketten, die vor der Kompilierung in andere Zeichenketten umgeschrieben werden), Sprach-Preprozessoren (wie PHP, um HTML-Seiten dynamisch zu erstellen), die eingeschobenen Programmiersprachen (wie z. B. in C++ eingebettete SQL-Anweisungen), und die sprachliche Umschreibung (etwa algebraische Umformungen) werden direkt von unserem Textbegriff unterstützt, ohne eine besondere Syntax oder Dolmetscher zu benötigen. Verschiedene Sprachen können im Text zusammenleben, wenn man den Text in einer allen formalen Sprachen unterliegenden symbolischen Form repräsentiert.

Die herkömmlichen abstrakten Datentypen folgen dem Schema =a{ =b :tb }. Ein Datentyp besteht aus Glieder, die wiederum von einem Datentyp sind. Unser Text fügt da durch die Rollen einen Freihetsgrad hinzu: =a { ~r =b :tb }. Dies ist keine Kleinigkeit, sondern damit öffnet sich eine neue Dimension. Während die bisherige Software den Typ und dessen Instanz grundsätzlich unterschieden hat, gibt es bei uns keine zwei Grundarten Typ und Instanz, sondern nur eine Grundart, die Texteinheit. Typ und Instanz sind nichts Wesentliches, sondern sie kommen den Einheiten als Knoten eines Textes zu. Aber eine Einheit kann in ein und demselben Text mal als Instanz, mal als Typ vorkommen.

Aber diese neue Dimension öffnet sich nicht nur für die reinen Datenstrukturen, sondern auch in der Algoritmik. Heute kann man mit einer Programmiersprache beispielsweise Funktionen definieren, und mit einer anderen auch Prozeduren, oder auch Modulen, oder Klassen, etc. Aber die Semantik der Programmiersprache lässt sich über diese vordefinierten Typen “Funktion”, “Modul”, “Klasse” hinaus nicht erweitern. Ein Compiler implementiert sie in einem geschlossenen System. Eine ganz andere Bewandtnis hat es mit unserem Textbegriff. Mit ihm lässt sich beispielsweise definieren: eine “Funktion” ist dieses und jenes; und ich definiere diese und jene Funktionen. Mit Programmiersprachen, die auf diesen neuen Textbegriff basieren, wird man ganz neuartige Software schreiben können.

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