Francis Bacon schlägt im Neuen Organon (1620) vor, in der Wissenschaft Listen und Tafeln von beobachteten Fällen zu sammeln, um darauf die Theorien aufzubauen. Der Vorschlag gilt heute immer noch, oder besser, heute mehr denn je. Nicht so sehr, weil das eine Methode wäre, neue Theorien herauszufinden, sondern vielmehr, weil dies die Möglichkeit ergäbe, die Theorien zu prüfen. Der Bezug zwischen der Theorie und den dazu gehörigen Tatsachen sollte nicht wie in der Gegenwart undokumentiert bleiben und von Einzelnen privat gemacht werden, sondern sollte zum Betrieb der Wissenschaft gehören und öffentlich besprochen und diskutiert werden (s. Wissenschaftlicher Wahrheitsgehalt). Nicht nur, weil die Tatsachenfülle die Fähigkeit des Einzelnen übersteigt, sondern vor allem, weil dieselben Tatsachen von verschiedenen Einzelwissenschaften aus beleuchtet werden sollen: Die Disziplinen sind zwar viele, die Welt jedoch immer nur die eine, und deshalb soll die Wissenschaft eine Weltbeschreibung als einen einzigen, in sich stimmigen und mit der Welt übereinstimmenden Text anstreben.
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