Ein Wort wie Grund — im strengen Sinne — hat in der Wissenschaft nichts zu suchen. Denn ein Grund lässt sich nicht äußerlich feststellen und daher auch nicht formal beschreiben, diskutieren und belegen. Man kann überprüfen, ob zwei Ereignisse etwa immer zusammenkommen, oder ob das eine immer dem anderen in der Zeit folgt. Aber vom Grund zu reden, bedeutet schon, eine innere Verknüpfung zwischen beiden herzustellen, das heißt, eine solche Aussage ist eine metaphysische. Dass dies so ist, lässt sich bereits bei der ersten Kontaktaufnahme mit der symbolischen Logik erahnen. Denn die Logik besteht darauf, der konditionale Junktor A -> B auf sein Equivalent ¬ ( A v ¬ B ) zurückzuführen. Jeder Anfänger stößt gegen die Schwierigkeit, etwas, das er innerlich für einen Grund hält, auf die Äußerlichkeit des Zusammentreffens zu reduzieren. Aber da hat die Logik Recht. Der Grund ist einfach nichts Logisches. Und was nichts Logisches ist, kann nie und nimmer Teil der Wissenschaft sein. Auch wenn die ganze Welt mit einer bestimmten Aussage über den Grund von etwas einverstanden wäre, bliebe die Wahrheit der Aussage wissenschaftlich unbeweisbar.
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