Wissenschaftler aller Fachrichtungen, vor allem aber in den Geisteswissenschaften, werden gewiss den Ansatz des Organons für einen Verlust halten und werden deswegen gegen dessen Einführung Widerstand leisten. Dem Organon geht es jedoch gar nicht um den einzelnen Wissenschaftler und sein Verständnis des eigenen Faches, sondern vielmehr um das Ganze des wissenschaftlichen Wissens, das die Menschheit erschlossen hat. Viel wichtiger als die Tatsache, dass der Einzelne Vieles zu verstehen glaubt, ist, über eine geordnete, unpersönliche Wissenssammlung zu verfügen. Das Verhältnis zwischen der künftigen, organonischen Wissenschaft und der gegenwärtigen Wissenschaft ähnelt da dem Verhältnis zwischen einer Autobahn und einem Feldweg. Die Erfahrung des Laufens geht für den Einzelnen zwar verloren, dafür aber gewinnt die Menschheit die Möglichkeit, sich überregional zu entwickeln und deshalb kulturell, gesellschaftlich und wirtschaftlich zu wachsen. Sicherlich wird sich durch das organonisieren der Wissenschaften das Erlebnis der wissenschaftlichen Arbeit ärmer und weniger befriedigend gestalten. Die positive Ergebnisse für die Allgemeinheit werden jedoch grundlegend und unverzichtbar sein.
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