Zum Inhalt gehen

Die Textflussebenen

Wir möchten einen Schritt weiter auf der Suche nach der allgemeinen Textstruktur gehen, indem wir den Begriff der Textflussebene einführen.
Nahe liegend ist die Unterscheidung in einem Text zwischen den Überschriften und der fließenden Rede. Man könnte da von der Textgliederung bzw. dem Textfluss sprechen.
Nicht nur die Gliederung, sondern auch der Textfluss kann eine hierarchische Ordnung aufweisen. Es gibt einige Möglichkeiten:
1. Unterordnung innerhalb eines Satzes. Zur Abgrenzung des eingeschobenen Satzes oder Satzteiles benutzt man Klammer oder Gedankenstriche.
2. Unterordnung zwischen zwei Sätzen. Entweder in Klammern oder als Fußnote. Das Eingeschobene kann (im Unterschied zu 1.) aus mehreren Sätzen bestehen. Bei der Fußnote kann es sich sogar um mehrere Absätze handeln.
3. Unterordnung hinter einem Absatz oder einer Überschrift. In der Regel als Fußnote. Eine andere Möglichkeit ist, den eingeschobenen Text in kleinerer Schrift zu setzen. Man kann aber auch die Unterebene völlig getrennt von der Hauptebene darstellen, etwa als Anhang in einem Buch oder in verschiedenen Webseiten, mit oder ohne ausdrücklichen Verweis.
Obwohl es sich bei Klammern, doppelten Gedankenstrichen, Fußnoten und Kennzeichnung durch Schriftarten um graphisch sehr verschiedene Darstellungen handelt, lassen sie sich logisch auf dasselbe zurückführen, nämlich auf eine untergeordnete Ebene des Textflusses. Natürlich ist die Zahl der Textflussebenen nicht auf zwei beschränkt, es kann viele geben.
Dieser Begriff der Textflussebene ist formal, er hat nichts mit dem Inhalt der Rede zu tun. Er ist auch objektiv, denn die Ebenen eines bestimmten Textes ergeben sich automatisch aus der Textdarstellung (keine Ansichtssache).
So weit ist die Textstruktur aber nicht vollständig analysiert. Neben Textgliederung und Textflussebenen gibt es auch Aufzählungen und Tafeln. (Es kommt noch.)

Kommentar hinterlassen

Sie müssen sich anmelden, um einen Kommentar zu hinterlassen.