Unser Ansatz — ganz anders als üblicherweise — hält nicht das Allgemeine, sondern das Besondere für das Objekt der Wissenschaft. Der Rede, dass die Wissenschaft sich nicht um Einzelfälle bemüht, sondern um Regeln, widersprechen wir mit aller Kraft. Denn dieses passt nur zu Physik und Mathematik und abgeleiteten Disziplinen und passt überhaupt nicht zu Geschichte, Archäologie, Paläontologie etc. Wir hingegen halten die einzelne gesicherte Erkenntnis für das Objekt der Wissenschaft. Wir subsumieren jeden Gegenstand unter einem Typ, und sagen: Die Erkenntnis über diesen Baum ist die Erkenntis über ein bestimmtes Vorkommen des Typs “Baum”; die Erkenntnis über eine gewisse Regel ist die Erkenntnis eines Einzelfalls vom Typ “Regelmäßigkeit”. In der Welt gibt es nunmal Bäume, Häuser, Völker, vergangene Zivilisationen, Städte, physikalische Regelmäßigkeiten (”Naturgesetze”), psychologische Regelmäßigkeiten, soziologische Regelmäßigkeiten usw. Eine Erkenntnis wird nicht zu Wissenschaft, weil sie von Regeln handelt, sondern, weil sie von der wissenschaftlichen Gemeinschaft gesichert worden ist. Zum wissenschaftlichen Korpus gehören Sätze über einzelne Personen und Geschehenisse ebenso wie Sätze über vielen Einzelfällen unterliegende Regelmäßigkeiten.
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