Das Organon, das mir vorschwebt, ist das allgemeine Instrument für die intellektuelle Arbeit. Es lässt sich überall anwenden, wo eine sachliche oder fachliche Sprache eingesetzt wird, also auf jedwede menschliche Tätigkeit, von der spontanen Schilderung eines Sachverhaltes bis hin zur Wissenschaft, vom Streitgespräch bis hin zur Rechtsordnung, vom Kochrezept bis hin zur Ingenieurskunst. Die Universalität des Organons rührt daher, dass es die Begrifflichkeit an sich untersucht und deren Anwendung, die von einzelnen Aussagen bis zu weitläufigen Textgeflechten reicht. Die Notwendigkeit des Organons ergibt sich natürlicherweise daraus, dass der Mensch ein vernünftiges Wesen ist, der formal-logisch denken und sprechen kann. Da der Mensch nun mal die Fähigkeit hat, — wie wir das nennen — Texte zu verstehen, sie formal umzuwandeln, an die Wirklichkeit anzuwenden und durch mündliche und schriftliche Sprache auszudrücken, liegt es nahe, diese Fähigket zu untersuchen, Erfahrung damit zu sammeln, um zu besseren, ausgereiften Leistungen von dieser Anlage zu gelangen.
Siehe auch: Die Rolle des Organons.
Kommentar hinterlassen