Die Ideen sind in der Wissenschaft eine zweischneidige Angelegenheit: Sie haben das Allerbeste und das Allerschlimmste hervorgebracht, sie haben mal neue fruchtbare Wege eröffnet, mal das Verharren an falschen Ansätzen lange Zeit hindurch verursacht.
Wie sollen wir dann in der Wissenschaft mit den Ideen umgehen? Sollen wir sie wünschen oder vermeiden?
Beides. Man soll sich auf die Ideen verlassen, um Neues in die Wissenschaft einzubringen: um alternative Theorien vorzuschlagen, um kühne neue Zusammenhänge herzustellen, um neue Bereiche ungeniert anzugehen. Die Ideen sind für die Wissenschaft eine ersatzlose Quelle der Kreativität und sollen in dieser Rolle gefördert werden. Auf der anderen Seite sollen die Ideen von allen kritischen Tätigkeiten im wissenschaftlichen Betrieb verbannt werden. Die Prüfung, ob eine Aussage stimmt, soll möglichst ideenfrei erfolgen. Wenn man sich an diese Trennung hält, wird die Wissenschaft von guten Ideen profitieren, ohne von schlechten gehemmt zu werden.
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