Leider wird XML unter Unix häufig — und zunehmend — missbraucht, zu Zwecken, für die im Unix eigentlich kleine Textdateien mit einer einfachen ad hoc Notation vorgesehen sind. Unix ist von der Idee her das Königreich des Textes, und die aktuelle Tendenz, die Vielfalt der Minisprachen durch eine einzige Notation (XML) zu ersetzen, ist nicht nur eine bedauernswerte Verarmung, sondern sogar ein Angriff auf das Wesen von Unix und ein Verlust an Potenz. Die ad hoc Notationsprachen sind unvergleichlich lesbarer und ökonomischer als die tollpatschige XML, die Werkzeuge zur Textumwandlung von Unix sind alle vorhanden und miteinander eingespielt und ermöglichen einen sicheren, schnellen und effizienten Umgang mit den Konfigurationsdateien, wohingegen die XML-Verarbeitungsmöglichkeiten gegenwärtig sehr armselig sind. Solcher XML-Einsatz unter Unix ist kein Fortschritt, sondern ein Verlust ersten Grades, ja er leitet den Untergang des Unix an.
Siehe auch: XML, neuer Stern am Informatikhimmel.
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