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Erweiterbare Programmierung [Niklaus Wirth]

Niklaus Wirth im Gespräch mit Carlo Pescio [http://www.eptacom.net/pubblicazioni/pub_eng/wirth.html 6.5.08]

Our ultimate goal is extensible programming (EP). By this, we mean the construction of hierarchies of modules, each module adding new functionality to the system. EP implies that the addition of a module is possible without any change in the existing modules. They need not even be recompiled. New modules not only add new procedures, but - more importantly - also new (extended) data types. We have demonstrated the practicality and economy of this approach with the design of the Oberon System.

Hier sieht man wie fest die Gegenwart an Implementationssprachen hackt und wie weit man noch von den von uns anvisierten Spezifikationssprachen steht. Hier spricht kein beliebiger Programmierer, sondern der Erfinder der Programmiersprache PASCAL, zweifellos eine der Programmiersprachen, die sich weniger mit den Implementierungsdetails beschäftigen und sich am meisten auf die Logik der Anwendungen konzentriert. Man kann Wirth keineswegs mangelndes Verständnis für Programmiersprachen vorwerfen, und doch zeigt er hier deutlich, keine Augen für den Text in unserem Sinne zu haben. Sein wildester Traum ist es, über Modulen zu Verfügen, die voneinander unabhängig kompiliert werden. Das nenne ich: Implementationssprache. Von Textorientierung, der einzigen Tür zu Spezifikationssprachen, wo der Programmierer be-schreibt und der Kompiler die Spezifikation in Implementierung ad hoc (und nicht generisch) umwandelt, gibt es hier noch keine Spur.

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