Es ist eine Entdeckung, die eine neue Welt aufmachen wird — keine neue ferne Länder, sondern eine neue Welt in allem, was uns schon seit immer umgibt. Der Text ist ein Objekt. Den gibt es in der Welt unabhängig von uns Menschen. Bisher hat man den Text als ein gesprochenes oder geschriebenes Stück aufgefasst. Hier hat man sich nicht nur auf eine kleine Teilmenge aller Texte beschränkt, sondern vor allem eine grundfalsche Interpretation nahe gelegt, nämlich der Text wäre das, was man versteht, wenn man einen Text hört oder liest. Und man ist sogar zum ganz verkehrten, heute leider sehr verbreiteten Ideal gekommen, der Text müsste “eindeutig” sein.
Diesen primitiven Textbegriff gilt es zu erweitern und zu vertiefen. Den Text als Objekt soll man wahrnehmen, nicht als Interpretation, sondern als Realität, “gegen die” die Interpretation stattfindet. Der Text dieses Blogbeitrages besteht in zwei Abstätzen, jeweils mit bestimmten Sätzen, die wiederum eine gewisse syntaktische und lexikalische Analyse zulassen. Die symbolische Struktur ist der Text. Wenn man es so definiert, und man über einen allgemeinen Textbegriff verfügt, dann kommt man zur Einsicht, das der Text nichts Sprachliches ist, sondern er auch in der Natur existiert (wieso sollte sonst das “Buch der Natur” in “matematischer Sprache” geschrieben sein?), was die Wissenschaft ermöglicht (wie wäre sonst die Wissenschaft “objektiv”?), ferner auch die Grundlage des Rechts und jeglicher menschliche Organisation bildet.
Siehe auch: Die Erfahrung des Textes.
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