Die Textorientierung in der Software bringt viele bereits existierenden sehr erfolgreichen Ansätze wie etwa die Makroausdrücke, die Umschreibung und die Präprozessoren zur Vollkommenheit. Diese werden jeweils nur in begrenzten Bereichen eingesetzt und zu einem bestimmten Zweck. Die Textorientierung hingegen ist ein einziges Prinzip, das überall eingesetzt werden kann. Der grundsätzliche Unterschied zwischen beiden ist, dass die Vorgänger allesamt den Text als bloße Zeichenkette betrachten, was die Einfachheit der Umsetzung aber auch deren Grenzen bestimmt, wohingegen in der Textorientierung der Text nicht als Darstellung, sondern als Inhalt (geparseten Text) begriffen wird. Die Idee der Textorientierung entsteht dann, wenn man zu der Einsicht kommt, dass die Potenz von Makroausdrücken, Umschreibungen und Präprozessoren sich daraus ergibt, dass der Programmierer nicht “die Sache” beschreibt, sonden deren Beschreibung baut. Man setzt einen Text bewusst als Schnittstelle ein, dieser Text wird dann automatisch verarbeitet und ergibt endlich das Programm. Die Textorientierung folgt diesem Weg zu Ende und, indem sie eine völlig allgemeine Textstruktur zur Verfügung stellt, auf die jedes Programm in jeder möglichen Programmiersprache zurückgeführt werden kann, bringt sie die Möglichkeit hervor, die vorherige Teilansätze zu einem allgemeinen Prinzip, ja zu einem neuen Paradigma der Software überhaupt, zu erheben.
Siehe auch: Textorientierte Softwareentwicklung.
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