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Die Erfahrung des Textes

Indem ich die Realität des Textes behaupte, sage ich nicht meiner Idee des Textes Realität zu, sondern anders herum sage ich einer Realität Textualität zu. Viele Menschen machten bereits die Erfahrung des Textes. In der Juristerei erfährt man die Härte der Gesetze, die viel Arbeit, die nötig ist, um die Regeln zu verfassen, in der Gesellschaft zu vereinbaren und in der Anwendung durchzusetzen. Die Regeln, um die es da geht, sind keine materielle Realität, sondern ein Text. In der Naturwissenschaft erfährt man die Härte der Theorien, die Mühe, die nötig ist, um sie zu verfassen, zu prüfen und in der Wissenschaft durchzusetzen. Die Erkenntnisse, um die es da geht, sind keine materielle Realität, sondern ein Text. In der Mathematik und der Logik erfährt man die Härte der Vernunft, den großen Einsatz, der nötig ist, um neue Theorien aufzustellen. Die Gegenstände (wie Zahl, Menge oder Funktion) um die es da geht, sind auch keine materielle Realität, sondern Text. Die Erfahrung des Juristen, des Naturwissenschaftlers und des Mathematikers ist unter einem Aspekt gleich. Sie erfahren die aufreibende Tätigkeit der Textentwicklung, die Komplexität des Textes, und auch seine Universalität. Sie erfahren, dass es etwas gibt, das sie wahrnehmen, das unabhängig von ihrem Willen ist, was man an seinem Widerstand erkennt, das stabil ist, weil es sich nicht mit der Zeit ändert, und das von allen anderen Menschen auch wahrgenommen wird. Diese Erfahrungen sind, so behaupte ich, ein und dieselbe, nämlich die Erfahrung des Textes; da jedes Gesetz, jede naturwissenschaftliche und jede mathematische Theorie sich auf Text in einer bestimmten Form (s. Allgemeine Definition des Textes) zurückführen lässt.

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  1. [...] Die Erfahrung des Textes im Kopf verlasse ich die Bahn an der Dürener Strasse und vagabundiere eine Stunde durch Lindenthal. [...]

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