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Der Text, mehr als bloßes Paradigma

Der Text als Paradigma der Softwareentwicklung ist nicht neben den anderen existierenden Paradigmen zu setzen, sondern darunter, weil von grundlegender Natur. Die anderen Ansätze stellen Werkzeuge und einen begrifflichen Rahmen für den Softwarebau zur Verfügung, als Text lässt sich hingegen jede existierende Software auf natürlicher, unvoreingenommener Weise analysieren. So reduzieren die funktionalen Programmiersprachen Software auf Funktionen, Argumente, etc., und die Objektorientierung auf Objekte, Methoden, Felder etc. Die Textorientierung reduziert Software auf Text. Das ist theoretisch besser, nicht nur, weil alles auf einem einzigen Begriff basiert, sondern auch, weil die textuelle Analyse der Software keine Fremdbegriffe aufzwingt, sondern nur das ausmacht, was schon da war, nämlich die logische Struktur in Erscheinung und Verhalten, im Quellcode und auch in Binärformat. Die anderen Paradigmen selbst lassen sich als Text interpretieren, anders herum nicht.

Ferner lässt sich die Textorientierung unmittelbar auf alle Bereiche erweitern, wo man mit Texten arbeitet, also in fast allen menschlichen Unternehmungen überhaupt. Denn eine völlig ausgebildete Textorientierung bleibt nicht bei der automatischen Speicherung und Verarbeitung von Text (also der Informatik), sondern fundiert auch die nicht automatische, das heißt die von einzelnen Menschen oder auch von Institutionen hervorgebrachten Texte, also jedwede Informationen, die Rechtsysteme und die Wissenschaft.

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