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Unix vs. Windows

Unix ist ein Kind der 70er, Windows der 90er-Jahre. Unix ist für eine Elite, Windows für die Masse. Unix ist sprachlich und geht durchs Gehör langsam zum Verstand, Windows ist visuell, ist durchs Auge sofort wahrzunehmen, kommt aber nie darüber hinaus. Die Unix-Benutzer müssen erst Erwachsen werden, dann aber können sie sich selber helfen; die Windows-Benutzer bleiben immer unmündig, ein Kind, dem alles von einem Erwachsenen vorbereitet werden muss. Das Gute an Unix ist der durchdachte, ökonomische und konsistente Kern, das Gute an Windows die intuitive, leicht zu bedienende Oberfläche. Unix leidet unter einer gewissen Klatschhaftigkeit, mit Windows klickt man sich zu Tode.

{ 2 } Comments

  1. Peter | 22.10.07 um 15:59 | Permalink

    Eine sehr gute Vergleichung! die Windows-Welt ist eine Metapher unseres spätmodernen Lebens; es erinnert an die Guy Dabords Kritik der modernen Gesellschaft: alles zum Schauen! alles zum Zeitvertrieben. Woher soll die Kraft kommen; um sich bilden und nicht ,verzettelt’ zu werden?

  2. kopoflast | 1.11.07 um 9:43 | Permalink

    Ich greife diesen wunderbaren Gedanken auf. Für mich ersetze ich das Unix durch ein Linux, dann habe ich ein schärferes Modell im Kopf. Es scheint mir offenbar, das der Computer dem User zur Erweiterung der eigenen Sphäre nützlich sein kann. Er kann sich bilden und wesentlich kommunizieren. Das kann man in vielen Zusammenhängen Wachstum nennen. Menschen die sich weiterentwickeln, vielleicht eine erste, zaghafte Form des Homo sapiens digitalis. Auf der anderen Seite scheint es mir legitim den Computer zu einem Werkzeug zu machen. Der Benutzer will in diesem Fall einfach einen Brief abfassen, eine Nachricht versenden oder eine Billanz verrechnen.
    Für diese Anwendergruppe ist es nicht von Bedeutung, wie die Technik funktioniert. Politische und soziologische Momente der neuen Cybertechnik sind ebensowenig von Belang. Diese Menschen empfinden eine Windows-Umgebung vielleicht nicht als Fessel und Big Brother, sondern auf hohem Niveau als zweckdienlich.
    So. Und da möchte ich schlichtweg davor warnen alle Windowsbenutzer für Untertanen zu halten.

    Mein Herz schlägt für die Open Source…

    Ein schönes Blog hast Du hier geschrieben.

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