Man will etwas mit seinen Zeitgenossen tun, man muss auf Grundlegendes verzichten, man lässt sich auf Projekte ein, die zwar viel weniger interessant sind, dafür aber miteinander betrieben werden. Die Freude daran dauert aber wieder nur so lange, bis man sich darüber im Klaren wird, was man da eigentlich tut, nämlich nichts, reine Zerstreuung, Ablenkung, bloßer Zeitvertreib. Will man wirklich etwas in und mit diesem Jahrhundert tun? Ok, kann man, nur muss man im Voraus wissen: Man wird sich verzetteln.
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Das Verzetteln ist Zerstreuung. Man nehme an vielen Dingen teil, man bewegt sich hin und her, man probiert eine Freundschaft, eine Liebe; man arbeitet nicht mehr, man jobt, usw.; es klingt als der Nietzches letzter Mensch. Aber in dieser Lage leben wir und darin müssen wir leben lernen. Die Frage lautet: nach der gescheiterten Versuch der Moderne, wie können wir die Blickrichtung umdrehen, um unseren Leben Gestalt zu geben?
Das Nichtstun. Mit Bertrand Russel möchte ich da ein Lob auf den Müßiggang anstimmen. Ja, mit Anderen will man tun. Ich würde es nicht Verzicht nennen, wenn ich mir auch der Nichterfüllungt von Erwartungen bewußt bin. Es ist wie eine Konzentration. Auch ein Element ist die Anstrengung die es erfordert.
Reine Zerstreuung, zweckfrei… das klingt nach einem kreativen Moment. Ein Moment der Einsicht. Haschen nach Wolken, habe ich darüber mal in der Bibel gelesen, es ist ein Haschen nach Hirngespinsten.
Eine wunderbare Erfahrung hast Du da gemacht. Ein Denkanstoß. Dankeschön.
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