Minimalismus könnte man das Ideal nennen, die Software möglichst einfach zu gestalten. Denn die Kunst der Programmierung besteht nicht darin, die Programme zu verkomplizieren — das tun sie mit der Zeit von alleine —, sondern sie zu vereinfachen. Es geht da nicht darum, Funktionalität zu sparen, sondern, den logischen Kern der Funktionalität ausfindig zu machen, die Software mit wenigen Grundfunktionen auszustatten, aus denen aber durch geschickte Kombination sich alle andere Funktionen ergeben. Der gute Softwareentwickler ist ein minimalistischer Schriftsteller, der sich in kürzen, genauen Sätzen mit perfekter Wortwahl ausdrückt und dem ganzen Werk eine überschaubare, stilvolle, ausbalancierte Einheit gibt.
Siehe auch: Textdesign.
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