Die symbolische Reduktion ist der Vorgang, durch den ein Mensch etwas (Reales oder Gedachtes, ein Gegenstand, ein Sachverhalt, ein Prozess etc.) auf einen Text zurückführt. Der Text ist ein symbolisches Gebilde, das heißt, er besteht aus:
- bestimmten Symbolen
- in einer bestimmten Anordnung.
Damit ein Mensch einen Text nachvollzieht, muss er die Symbole und deren Ordnung erkennen. In einer Textdarstellung haben nur die Symbole, nicht deren Anordnung eine physikalisch-gegenständliche Entsprechung. Man sieht (oder hört, oder fasst) unmittelbar die Symbole, man versteht die Beziehungen, die zwischen ihnen walten. Die Symbole samt Beziehungsmannigfaltigkeit bilden den Text.
Die allgemeine Formel des Texts (s. Definition) lautet:
=<Übergeordnete Texteinheit>
{ =<Untergeordnete Texteinheit> ~<Rolle> :<Typ> }
Ein beliebiger Text lässt sich als einen symbolischen Ausdruck in dieser Form aufzeichnen. Ein Symbol ist die einfachste Texteinheit und wird mit einer Benennung (Zeichenkennung) aufgezeichnet. Die anderen Texteinheiten ergeben sich ausgehend von Symbolen durch die obige Formel, wobei zwischen spitzen Klammern jeweils eine Texteinheit steht.
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