Was die Besucher dieses Blogs erleben, wenn sie diese Notizen lesen, weiß ich überhaupt nicht. Gewiss ist aber, dass es etwas ganz anders ist, als das, was ich selber beim Schreiben und später beim Wiederlesen erlebe. Wahrscheinlich würde ich mich wundern, wenn ich nur zwei Worte von ihnen hören würde, wenn sie jemandem beschreiben, was sie gerade gelesen haben. Wahrscheinlich würde ich da mit ausgefallenen Vorstellungen, mit grundlegenden Missverständnissen und völlig falschen voreiligen Schlüssen konfrontiert werden. Wahrscheinlich würde ich mich von manchem schämen und mit anderem ärgern. Und was mir am meisten stören würde, wäre wohl, dass man in den verschiedenen Notizen nur unterschiedliche Aussagen über unterschiedliche Themen sieht, während es mir einzig und allein um die Einheit geht, die unter all dem steckt. Und das ist eben der Grund, warum es so schwierig ist, das mitzuteilen, was ich mitzuteilen habe. Die Sprache ist grundsätzlich nicht in der Lage, Einheit zu äußern. Die Sätze sind dafür ausgelegt, Sachverhalte zu entfalten. Darin Einheit zu finden, das kann nur der Leser aus eigener Initiative tun.
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