Der hiesige Textbegriff zeichnet sich ab als die Universalsprache im Sinne von Gottfried Wilhelm Leibniz und Ramon Llull. Mit Ausdrücken in der Form:
=Texteinheit ~Rolle :Typ
{
=Kind1 ~Rolle1 :Typ1
=Kind2 ~Rolle2 :Typ2
...
}
lässt sich jeder Text einer beliebigen anderen Sprache wiedergeben. Das heißt, jeder deutsche, chinesische oder altgriechische Satz, jede physikalische, mathematische oder geologische Theorie, jedes moderne oder antike Gesetz, etc. kann auf eine solche Textstruktur zurückgeführt werden, womit man genau dasselbe symbolische Gebilde erhält.
Mit diesem Textbegriff hat sich Folgendes herausgestellt:
- Das Universale ist nicht eine Sprache, sondern der Text. Die oben benutzte allgemeine Textsprache ist, wie jede andere Sprache auch, eine bloße Kodierung des Textes. Das Universale ist die dem Ausdruck unterliegende Textstruktur, die in verschiedenen Sprachen kodiert werden kann.
- Eine bedeutungsmäßig universale Sprache gibt es nicht und kann es nicht geben. Denn Bedeutung heißt Sinn, also Ideen, und Text ist etwas grundsätzlich anderes als Ideen (Ideen hat streng genommen jeder nur die eigenen, den Text teilen buchstäblich alle, die ihn erkennen).
- Text gibt es überall da, wo es einen Ausdruck in einer textmäßigen Sprache gibt. Text bedarf aber nicht unbedingt einer Sprache, ihn gibt es überhaupt überall da, wo sich symbolische Ausdrücke erkennen lassen: Text gibt es in der Welt. Dies ist die Grundlage der Sprache überhaupt, und auch die Grundlage von Wissenschaft und Recht.
Siehe auch: Universalsprache und Sprachenvielfalt.
Kommentar hinterlassen