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Textdarstellung, Vergangenheit und Zukunft

INROEMISCHERZEITGABESNUR
GROSSBUCHSTABENUNDDIE
WOERTERWURDENNICHT
GRAPHISCHGETRENNT

Das kann man nur mühevoll lesen, und so begann man in den Schulen, als Vorbereitung zur Lektüre die Worttrennung und Zeichensetzung vorzunehmen. Nach und nach kam man zur graphischen Textdarstellung, über die wir nun seit Jahrhunderten schon verfügen. Weiter in dieser Richtung scheinen wir aber nicht machen zu wollen, denn die mittelalterlichen Schriften zeigen in dieser Hinsicht alle Merkmale der heutigen, ja sogar ist inzwischen etwas verloren gegangen — heute benutzen wir eine einzige Typographie und nicht mehr schwarze und rote Tinte, sondern fast ausschließlich schwarze Farbe. Dass uns heute jedes Bewusstsein dessen fehlt, dass die Textdarstellung auch eine Technik ist, die weiterentwickelt werden könnte, sieht man daran, dass die graphische Darstellung der Bücher in den letzten 50 Jahren große Fortschritte gemacht hat, ohne trotzdem an die Textdarstellung im eigentlichen Sinne (Interpunktion, Wortdarstellung, etc.) irgendetwas auch nur ansatzweise geändert zu haben.

Innovation in diesem Sinne fand im letzten Jahrzehnt bereits statt, allerdings seitens Leute, die selbst gar nicht wissen, dass sie es mit Texten zu tun haben, nämlich in der Softwareentwicklung. Beispiel mit der Programmiersprache C#:

public IEnumerable<X> GetSorted()
{
X[] s = new X[i.Length];
Array.Copy(i, s, i.Length);
Array.Sort(s);
for (int n = 0; n < s.Length; n++) yield return s[n];
}

Vergleiche man nun die obige Darstellung mit der sonst in der Prosa üblichen: “Public ienumerable<x> getsorted() { x[] s = new x[i.length]; array.copy(i, s, i.length); array.sort(s); for (int n = 0; n < s.length; n++) yield return s[n]; }”.

Siehe auch: Wortwolken.

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