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Ich will das Organon, und ich will es jetzt!

Der Menscheit tut ein Organon not. Um es mit wenigen Worten zu sagen: Von den zwei Aspekten des Verstehens, der Analyse und der Synthese, der Zergliederung des Ganzen und dessen Wiederherstellung, hat sich die moderne Wissenschaft ausschließlich in den ersten Aspekt vertieft, und den zweiten vollständig vergessen. Alle Mitteln, die uns heute zur Verfügung stehen, dienen der Analyse. Und wenn es darum geht, Zusammenhänge zu erkennen, oder sich im Ganzen zu orientieren, steht der Einzelne allein da und muss auf eigene Faust wieder von vorne anfangen.

Die Wissenschaft nimmt diesen Zustand als selbstverständlich in Kauf, ohne sich im Geringsten um eine Lösung zu bemühen. Ja die bloße Vorstellung, es könnte eine Lösung des Problems geben, übersteigt völlig ihre Einbildungskraft. Allein dieses zeigt schon, wie weit die Verflachung und Kopflosigkeit der Wissenschaft bereits vorangeschritten ist.

Und doch ist es verdammt einfach, den richtigen Weg einzuschlagen, der die vollkommene Lösung dieses Ungleichgewichts darstellen wird. Wir brauchen eine neue Wissenschaft, das Organon, dessen Untersuchungsfeld die wissenschaftlichen Kenntnisse sind. Das Organon hat eine doppelte Aufgabe: zum einen eine allgemeine Methodologie, die von allen Einzelwissenschaften angewendet sein soll, aufzubauen; zum anderen die Erkenntnisse aller Einzelwissenschaften zusammenzufügen. Das Organon soll alle Wissenschaften vereinigen, was zur Voraussetzung hat, dass man ihnen eine gemeinsame Grundlage gibt.

Das Organon wird zwar eine moderne Wissenschaft sein und in ihm sollen, wie in jeder anderen modernen Wissenschaft auch, Fachleute arbeiten, aber die Aufgabe des Organons, im Unterschied zu allen anderen Einzelwissenschaften, besteht nicht in der Erweiterung von Erkenntnissen eines Fachgebietes, sondern darin, Einheit in allen anderen Fachgebieten zu bringen.

Natürlich ist das keine einfache Aufgabe. Die Physik ist es auch nicht, die Mathematik ist es auch nicht, und doch gibt es sie. Wir brauchen uns nur das Ziel klar vor Augen zu stellen und uns an die Arbeit zu setzen. Der Rest wird sich mit bloßem Fleiß mit der Zeit klären.

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